Finnwelle

GER

18.06.16 - 19.06.16

Finnregatta Bleilochtalsperre

1,00

Segel-Club Turbine Bleiloch
Peter Thrum
07903 Schleiz
http://www.scturbinebleiloch.de

 

 

THÜRINGER LANDESMEISTERSCHAFTEN IM SEGELN


Am 18. /19. Juni 2016 richtete der Segelclub Turbine Bleiloch die Thüringer Landesmeisterschaften im Segeln aus.  Das Segelrevier in der Nähe  der Stadt Schleiz war die Bleilochtalsperre, die mittels einer Gewichtsstaumauer aus Beton durch die angestaute Saale entsteht. Das Revier war neu für mich und die 450 Km Anfahrt am Freitag müssen ja auch erst mal bewältigt werden. Also, den Tag frei genommen und rechtzeitig auf die Piste begeben. Wir kamen relativ gut durch und waren nach 5 Stunden am Ziel. Einige Finnsegler waren schon vor Ort, erst mal großes Hallo, manche sahen sich seit längerer Zeit das erste mal wieder. Schnell war die Wagenburg aufgebaut und es war Zeit das Revier zu Begutachten. Von einer Aussichtsplattform am Verein hatte man einen herrlichen Blick auf den Teil der als Regattarevier dienen sollte und ich war positiv überrascht von der Größe. Alle Angereisten Finnsegler und Begleitung wurden durch Peter Truhm vom gastgebenden Verein herzlich begrüßt und bekamen ein kleines Willkommensgeschenk überreicht. Und wer Peter länger kennt der ahnte schon das in dem Tütchen auch ein Fläschchen Medizin für alle möglichen Beschwerden war. Als Arzt weiß man am besten was die Finnkollegen zum Durchhalten benötigen.
Für alle Kunstinteressierten hielt Peter Truhm noch eine Überraschung bereit. Er lud uns zur Besichtigung seiner gerade erst eröffneten Vernissage ins Ärztehaus nach Schleiz ein. Diese Einladung wurde zahlreich angenommen und so fuhren wir mit mehreren PKW samt vorher organisierten Fahrern zur Ausstellung mit dem Titel „Lebensmomente“ mit künstlerischen Arbeiten in Farbe, Holz, Ton und Metall von Dr. med.  Peter Truhm. (Fotos)
Wir waren alle ganz schön beeindruckt von der Vielfalt der ausgestellten Arbeiten und Peters künstlerischem Talent. Anschließend ging es wieder zurück zum Verein wo mit Grillen, Bier und guten Gesprächen der Abend ausklang.
Am Sonnabend Morgen wurde gemütlich gefrühstückt und allmählich die Boote klar gemacht, Start sollte um 14 Uhr sein und die Windvorhersage (2-3 Bft) ließ auf einen gelungenen Segeltag hoffen. Die mitgereisten Frauen bekamen eine Führung an der Staumauer mit Besichtigung des Pumpspeicherkraftwerks, dann wurde an der oberen Saale zum Cafe mit leckerem Kuchen und Eis gewandert. Anschließend Besichtigung von Schloss Burgk mit Schlossgarten und an der unteren Saale zurück zum Verein gewandert.
Die Wettfahrten begannen pünktlich um 14 Uhr, am Start 6 Bootsklassen mit insgesamt ca. 135 Booten, die 24 Finns starteten als erste Klasse. Gesegelt wurde olympischer Kurs teilweise mit Zusatzdreieck.Gestartet wurde immer sofort mit Flagge I und so hielt sich der Übermut an der Startlinie in Grenzen. In der ersten Wettfahrt setzten sich Frank Dinnebier und Patrick Frind gleich etwas vom Feld ab und machten den Sieg unter sich aus. Mitte der Wettfahrt ein kräftiger Regenschauer und der Wind frischte noch etwas auf. Alle die nur in T-Shirt los sind bereuten es spätestens jetzt, toll wenn man noch was trockenes an Bord hatte. Es gab schöne Dreher auf der Kreuz, volle Konzentration war angesagt. Frank gewann den 1.Lauf vor Patrick, ich konnte unseren stark segelnden Webmichel Michael Kästner leider nicht mehr abfangen und kam hinter ihm als 4. ins Ziel. Zur 2. Wettfahrt ließ der Wind etwas nach aber es war immer noch gut segelbar. Diesmal kam Frank nicht so gut weg und musste sich erst aus dem Mittelfeld nach vorn arbeiten, auch eine nicht vorhandene Innenposition kann da sehr hilfreich sein. Patrik gewann diese Wettfahrt vor Leichtwindspezi Jürgen Kraft, Frank kam auf 3 ein, der Schreiber rettete sich noch auf 9.
Der 3. Lauf brachte dann wieder etwas mehr Wind und es gab auch Kenterungen. Schön über links gestartet und dann mit den üblichen Verdächtigen aufs Feld gelegt, diesmal ging es über den langen Kurs mit Zusatzdreieck. Frank wieder mit komfortablem Vorsprung, dann Patrik Knolli und der Schreiber. Eigentlich war Knolli in jedem Rennen anfangs immer mit dabei und am Ende hat es dann nicht mehr gereicht. Mitte der 3. Kreuz konnte ich Patrick durch einen schönen Linksdreher abfangen und vor ihm um die Tonne 1 gehen. Frank blieb auf der vorletzten Raumstrecke regelrecht stehen und büßte seinen komfortablen Vorsprung fast ein. Es kam noch mal Hoffnung bei Patrick und mir auf aber an der Raumtonne hatte er dann wieder Wind und konnte den Lauf als Sieger beenden. Ich konnte Patrick auf dem letzten Dreieck auf Abstand halten und wurde Zweiter.
Es wurde aufgrund der fortgeschrittenen Zeit an diesem Tag kein weiterer Lauf mehr angeschossen. Am Ende des Tages ging es ziemlich eng an der  Spitze des Feldes zu. Den 1. und 2. trennte ein Punkt, der 3. hatte einen Punkt Vorsprung vor 4 und 5. Da war noch was drin am nächsten Tag.
Am Abend war dann Grillen angesagt, kühle Getränke, einige Fotoalben von vergangenen Masters Veranstaltungen rumgereicht und so manches Fragezeichen beim Blick auf die Bilder vergangener Tage, wer ist denn das ? oder ist das nicht ... Danach dann noch Fußball EM auf Leinwand, großes Hallo als Ronaldo den Elfer an den Pfosten knallt, und Musik und Tanz solange jeder mochte.
Am Sonntag ein Superfrühstück von den Frauen des Vereins hergerichtet, hier gab es auch jede Menge fürs Auge und man mochte die Kunstwerke gar nicht auf den Teller legen.
Um 10Uhr war nicht an segeln zu denken und erst mal Startverschiebung. Erst gegen Mittag sollte es Wind geben. Die meisten warteten dann schon umgezogen an den Booten und um 11 Uhr wurden wir aufs Wasser gebeten. Sah erst nicht so toll aus aber um 11:30 Uhr konnten wir starten. Ich wollte unbedingt noch von 4 auf 3 vor, mehr war nicht drin, aber wo ich hier gerade am tippen bin und Deutschland spielt gleich da bin ich mir nicht mehr sicher ob das gut war. Die Startlinie war auf Backbordbug fast nicht zu nehmen, also gleich nach dem Start wenden und den langen Schlag fahren, wenn denn alle mitspielen. In den letzten 2 Minuten vor dem Start kommt mir das Segel runter, Fall ausgehakt, Panik, alle Strecker los, Fall wieder hochziehen, geht nicht, Niederholer vergessen, jetzt geht es wieder, Pinne eingeklemmt, Wind von der anderen Seite, lang hingeschlagen, Kenterung gerade noch verhindert, schnell an die Linie, viel zu spät, 2.Reihe , das wars-Adios. Wenigstens sind alle nach dem Start gleich rum. Frank, Patrick, Jürgen, Kuddel sind prima gestartet und führen das Feld an. Mitte des Rennens setzt sich Patrick an die Spitze und kann die Führung bis ins Ziel behaupten. Kuddel und Jürgen kämpfen um Platz 3 und schließlich setzt sich Jürgen durch. Immerhin konnte ich durch taktisches Segeln meine unmittelbaren Konkurrenten bezwingen und meine Zielstellung noch erreichen. Am Ende war es ziemlich knapp, Patrik und Frank legen exakt die gleiche Serie hin, Patrik gewinnt aufgrund der letzten Wettfahrt und wird Thüringer Landesmeister. Der Schreiber rettet sich bei Punktegleichstand durch die bessere Einzelplatzierung  auf den 3. Platz vor Thomas Riemer. Jürgen hat noch mal einen tollen Endspurt hingelegt und wird Fünfter.
An Land noch mal die größte Herausforderung des Tages, die Schiffe nach oben auf den Sattelplatz ziehen. Ganz schön steil aber gemeinsam wird es geschafft und ins Fitnessstudio
braucht diese Woche keiner mehr.
Nach dem Verladen dann noch leckeres Mittagessen und die Siegerehrung mit Original Siegerpodest. Frank bekam als am weitesten Angereister noch einen ziemlich deftigen Proviantkorb für die Rückfahrt, und musste die neidvollen Blicke der Anderen ertragen.
Tolle Veranstaltung mit viel Hingabe vom ausrichtenden Verein, das kann man weiterempfehlen, DANKE dafür.
Der Bericht ist schon wieder viel zu lang geworden aber dieses Jahr bin ich wohl nicht mehr dran.

GER 155
Eddi


 

 

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